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250 Jahre Thüringer Porzellan – eine faszinierende Erfolgsgeschichte und ein ganz besonderes Jubiläum

Das Jahr 2010 stand im Freistaat Thüringen ganz im Zeichen des Porzellans. Denn 1760 gelang Georg Heinrich Macheleid, Wolfgang Hammann und Johann Gotthelf Greiner ein besonderer Coup: die Nacherfindung des europäischen Porzellans.

Die Geburtsstunde des Thüringer Porzellans vor 250 Jahren nahmen 16 Museen und Partner des Museumsverbandes Thüringen zum Anlass, der zerbrechlichen Vielfalt des „Weißen Goldes“ besondere Aufmerksamkeit zu widmen. Erstmals präsentierten sie gemeinsam in zahlreichen Sonder- und Dauerausstellungen von April bis Dezember 2010 die gesamte Palette der Thüringer Porzellanherstellung – vom Gebrauchsgeschirr über figürliches Porzellan, Porzellankopfpuppen bis hin zur Ingenieurkeramik.

Christine Lieberknecht eröffnet Jubiläumsjahr

Das Jubiläumsjahr „250 Jahre Thüringer Porzellan“ wurde von Thüringens Ministerpräsidentin Christine Lieberknecht als Schirmherrin feierlich am 17. April 2010 in der Gläsernen Manufaktur der Aeltesten Volkstedter Porzellanmanufaktur in Rudolstadt eröffnet. In ihrer Ansprache würdigte sie die Tradition der vielen Manufakturen in Thüringen: „Die Porzellanhersteller entlang der Thüringer Porzellanstraße sind ein wichtiger Bestandteil der Kultur unseres Landes und damit auch für den Tourismus attraktiv“, so Lieberknecht. Zur Festveranstaltung kamen über 200 Gäste aus Politik, Kultur und Wirtschaft.

Historischer Überblick im Katalog „Porzellanland Thüringen“

250 Jahre Thüringer Porzellan ist eine Erfolgsgeschichte, die Ihresgleichen sucht. Die Thüringer Porzelliner haben die Geschichte und Entwicklung des "Weißen Goldes" in Europa bis in die heutige Zeit maßgeblich mitgeprägt. Nachzulesen ist diese in der anlässlich des Festjahres veröffentlichten Publikation „Porzellanland Thüringen“. Wissenschaftler, Porzellanexperten und private Forscher haben die faszinierende Geschichte des Thüringer Porzellans darin zum ersten Mal kompakt und sehr anschaulich zusammengestellt. Der Katalog bietet einen einzigartigen historischen Gesamtüberblick und zeigt interessante Streiflichter der Industriegeschichte des 19. und 20. Jahrhunderts auf. Der Katalog ist für 39,80 € in Thüringer Museen und in ausgewählten Buchhandlungen erhältlich (ISBN 978-3-942176-10-1).

Wissenschaftliche Tagung zum Jubiläumsjahr „250 Jahre Thüringer Porzellan“

Zum ersten Mal beschäftigen sich auch im Rahmen einer Fachtagung Vertreter aus Wissenschaft und Industrie, aber auch Sammler und Liebhaber mit der kulturhistorischen Bedeutung und der Zukunft des “Weißen Goldes“ aus Thüringen.

Das Symposium zum Thema „Porzellan in Gegenwart und Vergangenheit – 250 Jahre Thüringer Porzellan“ fand am 29. Mai 2010 im Alten Schloss in Dornburg statt. Themen war u. a. die Geschichte und Entwicklung von Manufakturen sowie die gegenwärtige Wahrnehmung des Porzellans in der Öffentlichkeit. Das Symposium veranstaltete der Lehrstuhl für Volkskunde der Friedrich-Schiller-Universität Jena gemeinsam mit dem Museumsverband Thüringen e.V.

Der Symposiumsband "250 Jahre Thüringer Porzellan" ist zum Preis von 20,00 € über den Museumsverband Thüringen erhältlich (Hrsg. Museumsverband Thüringen, Gera 2010).

"Weißes Gold" an der Spree: Museumsverband beim Sommerfest in Berlin

Auch das Sommerfest der Thüringer Landesvertretung in Berlin stand ganz im Zeichen des Thüringer Porzellans. Eingeladen hatte Thüringens Ministerpräsidentin Christine Lieberknecht als Schirmherrin des Jubiläumsjahres. Der Museumsverband Thüringen stellte die zahlreichen Ausstellungshöhepunkte und Sonderveranstaltungen zu „250 Jahre Thüringer Porzellan“ vor. Organisiert wurde die Porzellanpräsentation vom Verein Thüringer Porzellanstraße und der Stadt Rudolstadt.

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