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Erinnerungsort Topf & Söhne - Die Ofenbauer von Auschwitz

Beschreibung

Der Erinnerungsort Topf & Söhne - Die Ofenbauer von Auschwitz ist der einzige Ort in der europäischen  Erinnerungslandschaft, der auf einem historischen Firmengelände die Verbindung von privaten Unternehmen und dem nationalsozialistischen Menschheitsverbrechen dokumentiert. Er ermöglicht damit einen neuen Zugang zur Auseinandersetzung mit dem Holocaust. Am Beispiel der Mitwisser- und Mittäterschaft während der NS-Zeit wirft er Fragen nach der Verantwortung des Einzelnen in seinem (beruflichen) Alltag heute auf. Er hat sich zu einem Initiator lebendiger Formen des Gedenkens und zu einem bedeutenden Knotenpunkt für gesellschaftliche Debatten über Wirtschaftsethik sowie Gefährdung und Verteidigung von Menschenrechten entwickelt.

Bildrechte: Erinnerungsort Topf & Söhne
Außenansicht Erinnerungsort Topf & Söhne - Die Ofenbauer von Auschwitz
Erinnerungsort Topf & Söhne - Die Ofenbauer von Auschwitz
Blick in die Ausstellung

Adresse / Kontakt

Anschrift:
Sorbenweg 7
99099 Erfurt
Telefon:
+49361 6551681
Fax:
+49361 6557152
E-Mail:
topfundsoehne@_we_dont_like_spam_erfurt.de
Internet:
www.topfundsoehne.de

Öffnungszeiten

  • Mo geschlossen
  • Di-So 10.00-18.00 Uhr

Eintrittspreise

Der Eintritt ist frei. Sie haben die Möglichkeit, Führungen durch die Dauer- und Wechselausstellung sowie Halbtages- und Mehrtagesprojekte zu buchen.                                  Auch die Führungen und Projekte sind kostenfrei. Um Spenden wird gebeten.                      Anreise: Stadtbus Linie 9 Haltestelle Spiegelbergtor. 15 Minuten Fußweg vom Hauptbahnhof Erfurt. Parkmöglichkeiten hinter dem Haus.

 

Sammelschwerpunkte

Der Erinnerungsort bestitzt eine wertvolle Sammlung von Kopien aus regionalen, nationalen und internationalen Archiven, die als Schlüsseldokumente zum Holocaust gelten können. Ein wesentlicher Teil dieser Dokumente wird in der Dauerausstellung gezeigt. Sie belegen, dass das Unternehmen wissentlich und in eigener Initiative Öfen für Konzentrationslager produzierte und sogar soweit ging, das industrielle Töten in Auschwitz mit Lüftungstechnik für die Gaskammer zu optimieren. Es waren nicht mehr als einige Dutzend Ingenieure, Zeichner, Fabrikarbeiter, Reisemonteure und Verwaltungsangestellte, die die Geschäfte mit der SS umsetzten. Doch auch sie waren Teil eines großen Ganzen, in der die Firmenleitung einerseits jede Chance ergriff, um ihre Produkte wie etwa Heeresspeicher an den nationalsozialistischen Staat zu verkaufen, und andererseits lieber zu forsche Mitglieder der NSDAP an die Front schickte als ehemalige KZ-Häftlinge, die im Betrieb eine kommunistische Widerstandsgruppe bildeten.

Viele Spuren, die diese Firma mit über tausend Beschäftigten (1939) hinterlassen hat, sind noch nicht entdeckt. Im Erinnserungsort als historisch-politischem Lernort wächst langsam eine Sammlung mit Objekten, Dokumenten und Zeitzeugenberichten, die aus Privatbesitz übergeben werden. Manchmal haben diese Dinge auch eine zweite Geschichte. Zum Beispiel hing ein Emaille-Firmenschild mit dem Topf-Logo lange als Schmuck in einer Küche, bis die Besitzerin erfuhr, dass die Firma Öfen für Konzentrationslager gebaut hat. Über Umwege hat sie das Schild an dern Erinnerungsort übergeben.


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